Samstag, 15. April 2017

Ostereier mit Federn

 Einen Bastel-Tipp für Ostern habe ich noch: Ostereier mit Federn sind eine ganz schnelle Deko-Idee. Als ich nämlich in der vorigen Woche eine Wanderung durch Rheinhessen gemacht habe, fand ich ganz zufällig einige Vogelfedern am Wegesrand. Die hübschen Daunenfedern konnte ich gut gebrauchen. Wollte ich doch schon seit Wochen Perlhuhnfedern für diese Osterdeko kaufen. Allerdings habe ich es bis heute nicht in die Stadt und ins Bastelgeschäft geschafft.
 Da kamen mir die Federn im Wald gerade recht. Man benötigt außerdem ausgeblasene Hühnereier und etwas Leim, mit dem die Feder auf das Ei geklebt wird. Von meinen Teelichtschalen aus Heu, die ich im Sommer gebastelt habe, hatte ich noch Art Potch übrig. Dieser Leim, der eigentlich für die sogenannte Serviettentechnik gedacht ist, trocknet farblos ein und ist daher gut geeignet.
 Man bepinselt zunächst das Ei mit Art Potch, klebt darauf eine einzelne Feder und überstreicht auch diese vorsichtig mit dem Leim. Dann lässt man das Ei trocknen, was relativ schnell geht, und fertig ist das Osterei mit Feder.
Am besten lässt man die Eier auf Schaschlikspießen trocknen. Mit diesen kann man zum Beispiel eine Pflanze österlich garnieren. So wurde aus meinem Frühlingsfilzkranz nun ein Osterfilzkranz mit Glockenblumenfüllung.
 Und auch die Papiertüten, die ich mit Gräsern und gewachsten Samenständen dekoriert hatte, wurden frisch und österlich aufgehübscht - mit Narzissen und Federeiern.


Dank der Vogelfedern aus dem Wald ist das nun mal wieder ein Projekt aus meiner Low-Budget-Reihe geworden, denn es hat mich so gut wie nichts gekostet. Den Kleber hatte ich noch im Haus, die Eier wurden beim Kuchenbacken ausgepustet und die Blumen gab es günstig im Supermarkt. Jetzt kann Ostern also kommen.
Ich wünsche allen Lesern frohe und erholsame Feiertage!

Montag, 10. April 2017

Aprilgarten als Adventskalender



Vielen Dank für die Tipps zu meiner Frage bezüglich verlässlich wiederkommender Frühlingsblüher. Traubenhyazinthen gehören auch bei mir zu den Pflanzen, die jedes Jahr blühen. Bei den Tulpen habe ich nicht so viel Glück, aber das sagte ich ja bereits. Mir wurden von euch unter anderem die Darwin-Hybriden empfohlen. Und stellt euch vor: Die rotblühende Sorte "Pink Impression", die ihr oben im Bild seht, sind auch Darwin-Hybriden. Bisher haben sie jedes Jahr toll geblüht, doch in diesem Jahr haben auch sie nur wenig Blüten ausgebildet. Wie viel besser sie im vorigen Jahr geblüht haben, seht ihr, wenn ihr mit der Maus über den weißen Button fahrt. Ich habe das Bild nämlich mit ThingLink getagged. 
Das ist ein Online-Werkzeug, mit dem man Links und andere Elemente in Bilder einbinden kann. Das ist ein bisschen so, wie wenn man hinter die Türchen eines Adventskalenders schaut. Aber versucht es doch selbst einmal und schaut, was ich hinter den weißen Buttons vesteckt habe. Viel Spaß!

Samstag, 8. April 2017

Filz und Frühlingsblüher

 Heute zeige ich noch mehr Deko für die Osterzeit. Mit den restlichen Traubenhyazinthen, die ich von meiner Filzkranz-Deko übrig hatte, habe ich eine weitere Mooskugel geformt. Ihr erinnert euch? Eine erste Mooskugel habe ich im Februar bereits gezeigt. Da war es noch winterlich im Garten.
 Die Idee, so eine Mooskugel mit Eigranulat zu bekleben, stammt nicht von mir, aber sie gefällt mir so gut, dass ich sie unbedingt einmal ausprobieren wollte. Das Eigranulat kann man ganz leicht selbst herstellen. Man muss nur ein paar Eierschalen sammeln, die zum Beispiel beim Kuchenbacken anfallen. Ich habe bereits seit der Weihnachtsbäckerei weiße und braune Eierschalen gesammelt. Die Schalen werden zerkleinert und auf einen Teller gestreut. Nun bringt man mit der Heißklebepistole Klebstoff auf die Mooskugel auf und wälzt diese in dem Eigranulat. Zentimeter für Zentimeter wird die Kugel so bearbeitet, bis sie ringsum österlich garniert ist.
 Man könnte natürlich auch bunt eingefärbte Eierschalen verwenden, aber ich mag es ja am liebsten natürlich und so ist meine Mooskugel weiß-braun verziert.
 Schon nach wenigen Tagen in der Wohnung sind die Traubenhyazinthen aufgeblüht. Mit den Gänseblümchen aus Filz und einigen Filzeiern an einem Apfelbaumzweig ist meine Küchenfensterbank schnell österlich dekoriert.

Für alle Video-Fans zeige ich in einem neuen Video noch einmal einen Gesamteindruck von meiner Dekoration mit Filz und Frühlingsblühern.

Montag, 3. April 2017

Hat jemand einen Tipp?

 Innerhalb kürzester Zeit ist alles grün geworden. Einiges, was ich vorige Woche für den Blog fotografiert habe, ist sogar schon wieder verblüht. Ich komme gar nicht dazu, die Bilder zeitlich passend zu posten. Im Terrassenbeet haben sich die hellrosa Hyazinthen üppig ausgebreitet. Die dunkel-lilafarbenen sind dagegen jetzt endgültig verschwunden. Ich habe keine Ahnung, warum. Dabei waren das meine Lieblingshyazinthen.
Aber gut, es ist so einiges über den Winter verschwunden. Der Rosmarin, der so schön groß geworden war, ist genauso erfroren wie der Thymian und der Majoran. Für die mediterranen Kräuter war der Winter wohl doch zu kalt.
 Doch jetzt ist ja erst einmal Narzissenzeit und Tulpenzeit. Trotz Düngung kommen die Tulpen nur sehr zögerlich. Ich muss sagen, ich habe die Nase voll von all den hochgezüchteten Sorten und überlege, ob ich sie komplett durch heimische Wildformen ersetzen sollte. Allerdings sind die Wildtulpen im Kiefernbeet auch komplett verschwunden. Falls jemand einen Tipp für Frühlingsblüher hat, die sich verlässlich ausbreiten, bin ich dankbar.
 Im ersten Jahr kommen die meisten Tulpen ja ganz vielversprechend, aber danach ist es ein wahres Glücksspiel.
Die gelben Narzissen sind dagegen nicht so empfindlich. Sogar die kleinen Tete á Tete aus dem Supermarkt kommen jedes Jahr wieder. Und auch die hohe Sorte, die man oben im Hintergrund sieht, blüht in diesem Jahr so üppig wie nie.
 Was man allerdings von den weißen Sorten "Katie Heath" und "Talia" (unten), die ich ins Kiefernbeet gepflanzt habe, nicht behaupten kann.
 Innerhalb von zwei Tagen sind die ersten Tulpen im Terrassenbeet aufgeblüht. Aber es könnten gerne ein paar mehr sein.

Samstag, 25. März 2017

Filzkranz mit Frühlingsblühern

 Insbesondere für Filzschaffende ist diese Frühlingsdeko geeignet, die ich heute zeigen will, denn man benötigt dazu etwas Kammzugwolle. Mit dieser wird eine Kranzunterlage ummantelt, die aus Strohrömern besteht. Wer keine Filzwolle zu Hause hat, bekommt diese im Bastelgeschäft.
 Die beiden Strohkränze habe ich mit Schaschlikspießen miteinander verbunden, sodass sie nicht verrutschen können. Da ich den Kranz mit blauen Frühlingsblühern gestalten wollte, habe ich einen Rest hellgraue Kammzugwolle verwendet. Das passt ganz gut zueinander. Ich denke, der Rest war so etwa 20 Gramm Wolle. Ich habe leider versäumt, ihn zu wiegen.
 Auf der Unterseite des Filzkranzes wird ein Pappteller oder ein Stück Pappe mittels Drahtkrampen befestigt, damit die Pflanzen, die in die Mitte gesetzt werden, nicht herausfallen können.
 Auf der Vorderseite habe ich zum Schutz vor Erde und Nässe einen Plastiktüte eingefügt. Dahinein werden nun verschiedene Frühlingsblüher gepflanzt.
 Ich habe eine blaue Hyazinthe, zwei Hornveilchen und drei Traubenhyazinthen in den Kranz gesetzt. Abgedeckt wurden die Pflanzen und alle Zwischenräume mit etwas Moos aus dem Garten.
 Außerdem habe ich einige kurze Obstbaumzweige rundherum in das Moos gesteckt. Damit das Ganze österlich wirkt, kamen auch noch einige wenige weiße Eierschalen dazu. Fertig ist der frühlingshafte Filzkranz.
Und nach ein paar Tagen im warmen Wohnzimmer sind die Muscari inzwischen aufgeblüht. Damit die Pflänzchen nicht vertrocknen, besprühe ich sie jeden Tag mittels einer Sprühflasche mit Wasser. Und auch die hängenden Frühlingsblüher, die man hier im Hintergrund sieht, werden mit Wasser besprüht, damit sie besser halten. Der Filzkranz ist also eher etwas für den Innenbereich, auch wenn sich die Frühlingsblüher besser im kalten Außenbereich halten. Wenn alles verblüht ist, pflanzt man die Zwiebelgewächse und Hornveilchen einfach in den Garten.

Sonntag, 19. März 2017

Hängende Frühlingsblüher

 Es müssen nicht immer Kränze sein, die man an die Wand oder an den Sichtschutzzaun auf der Terrasse hängt. Es kann auch mal ein formales Objekt sein - eine Art Wandteppich aus Moos. Und daran lassen sich Frühlingsblüher wunderbar aufhängen. Die Idee, Narzissen und Hyazinthen mal in umgekehrter Richtung zu verwenden und aufzuhängen, habe ich neulich in einer dieser Nachmittagssendungen im Fernsehen gesehen. Allerdings wurden die Blumen da in einem Ästegerüst kopfüber verankert. Ganz so extrem wollte ich das dann nicht machen. Bei mir weisen die Blüten in alle Richtungen.
 Und das geht so: Für den Wandbehang benötigt man ein Stück Kaninchen- oder Hühnerdraht, den man einmal längs faltet. Auf die untere Drahthälfte kommt eine Schicht Plattenmoos.
 Man kann außerdem etwas Heu und ein paar Zweige auf das Moos legen. Schön wäre es auch, wenn man noch verschiedenes Schnittgut aus dem Garten zur Befüllung verwendet. Dann drückt man den Draht platt und befestigt die beiden Seiten miteinander, indem die offenen Drahtenden umeinander gefaltet werden.
 Als nächstes werden die Frühlingsblüher vereinzelt und die Wurzeln in etwas Wasser ausgewaschen. Ich habe Traubenhyazinthen und Narzissen verwendet.

 Mit einem kleinen Stück Wickeldraht kann man die Zwiebeln ganz leicht auf dem Hühnerdraht befestigen.
 Ich habe die Blumen rings um das Objekt angeordnet und einige dabei auch kopfüber.
 Mit etwas Heißkleber kann man nun noch etwas österliche Deko wie zum Beispiel Eier anbringen. Da ich den Wandbehang für die Terrasse gemacht habe, wollte ich keine Wachteleier aufkleben, da diese gerne von den Vögeln aufgepickt werden. Eine gute Alternative ist es daher, die Eierschalen selbst schon einmal zu zerkleinern und das Eigranulat aufzukleben. Da können die Vögel nicht mehr viel zerstören.


Das ist nun nach meinen hängenden Hyazinthen in Filz eine weitere Variante, wie man Blumen aufhängen kann. Wer keine Terrasse hat, kann dieses Objekt auch an die Haustür hängen - als frühlingshaften Willkommensgruß.

Sonntag, 12. März 2017

Bodenverbesserung mit Kompost

 Ich kann gut verstehen, dass sich nicht jeder Gärtner die Mühe machen will, einen eigenen Kompost anzulegen. Gestern habe ich drei Stunden lang Kompost gesiebt und auf den Beeten verteilt und danach hatte ich "Rücken". Zum Glück hat etwas Wärme geholfen und heute hatte ich nur noch Muskelkater. Es macht schon Arbeit, das ganze Grünzeugs aus dem Garten zu kompostieren und zweimal im Jahr zu verteilen, aber ich finde, es lohnt sich auch. Wenn ich sehe, wie manche Leute ihren Gartenabfall säckeweise zum Wertstoffhof bringen, denke ich, dass es doch schade um all das schöne organische Material ist. Auch wir bringen natürlich einiges zum Wertstoffhof, nämlich alles, was sich nicht gut "weiterverarbeiten" lässt, aber der größte Teil unseres Schnittgutes bleibt in unserem Gartenkreislauf.
 Und weil das so viel Material ist und im Laufe des Jahres immer wieder neues anfällt, verteile ich den entstandenen Kompost zweimal im Jahr - so weit das möglich ist und er einigermaßen "reif" ist. Jetzt im Frühjahr ist es eine gute Düngung, denn die Pflanzen können die Nährstoffe, die sich im Kompost befinden, gleich aufnehmen. Im Herbst dagegen benötigen die Pflanzen so kurz vor der Winterruhe eigentlich keine Düngung mehr. Außerdem werden die Nährstoffe durch den häufigen Regen im Herbst und Winter aus dem Kompost ausgewaschen. Also eigentlich müsste im Herbst kein Kompost verteilt werden.
 Aus Platzmangel - beide Kompostkisten sind über den Sommer meist schon voll - verteile ich ihn dann trotzdem. Und auch, weil der Kompost den Boden verbessern soll. Wenn man Kompost in sandige Böden mischt, können diese besser Wasser und Nährstoffe speichern.
 Schwere Böden, die zwar gut Wasser speichern, allerdings auch zu Staunässe neigen, kann man mit Kompost auflockern. Wir haben eine Mischung aus beiden Böden. Da kann man nie genug Bodenverbesserung betreiben.
Der meiste Kompost ist ins Terrassenbeet gekommen, aber auch die Winterlinge, die ich inzwischen zu den Schneeglöckchen gepflanzt habe, haben eine Portion abbekommen. Für das Kiefernbeet hat es nicht ganz gereicht, doch der größte Teil rund um den Baum wurde mit frischem Kompost versorgt.
 Hier blühen inzwischen die ersten Krokusse.
Das war also ein arbeitsreiches Wochenende an der frischen Luft, aber es hat auch Spaß gemacht. Es ist ja immer schön zu sehen, dass sich die Mühe, die man sich macht, lohnt. Wie sie sich lohnt, sieht man zur Zeit besonders gut an all den Pflanzen, die gerade austreiben.

Samstag, 4. März 2017

Jetzt kommt Gelb ins Beet

 Ich weiß gar nicht, warum so viele Gärtner Gelb nicht mögen. Mir geht es ja im Prinzip nicht anders. Im Sommer überwiegen die Farben Blau und Rosa in meinen Beeten. Ich finde, dass pinkfarbene Tulpen auch viel hübscher sind als gelbe. Aber das soll sich jetzt ändern. Ich habe am Wochenende nämlich diese gelben Winterlinge gekauft. Winterlinge gehören mit den Schneeglöckchen zu den ersten Frühlingsblühern. Sie wachsen im lichten Schatten unter Laubgehölzen. Und da will ich sie demnächst einpflanzen: In den Schatten unter den Flieder und die Quitte - zu den Schneeglöckchen.
 Für den Moment aber sind die Winterlinge eine frühlingshafte Dekoration auf meinem kleinen Gartentisch. Dort schmücken sie den Mooskranz, den ich schnell gewickelt habe. Beim Aufräumen habe ich nämlich den Kastanienkranz mit Beifuß im Gartenhäuschen gefunden. Der war natürlich jetzt nicht mehr schön. Beifuß und Efeublätter konnte man ganz gut wieder entfernen und den Strohrömer neu verwenden.
 Er wird ganz einfach mit Moos umwickelt. Dazwischen habe ich mit Drahkrampen einige kleine Semperviven befestigt. Da meine eigenen Semperviven noch nicht besonders groß sind, habe ich zwei verschiedene Sorten im Gartencenter gekauft und diese etwas auseinander genommen.
In die Mitte des Kranzes werden zwei Töpfe mit Winterlingen platziert. Das gibt einen schönen Farbkontrast zum frischen Moosgrün. Damit man die Töpfe nicht so sieht, habe ich sie mit ein wenig Moos abgedeckt.
Und so leuchten die Winterlinge erst noch auf dem Gartentisch, bevor ich sie dann demnächst in den Garten auspflanzen werde.