Donnerstag, 18. Januar 2018

Der Januar ist grau

Blick in den Garten im Januar
 Wenn mich jemand fragen würde, welches Attribut ich dem Monat Januar in diesem Jahr geben würde, dann würde ich sagen, er ist grau. Eigentlich ist es schon seit November grau - mit kleinen Unterbrechungen. Dabei fehlt in diesem Januar nicht nur die Sonne, es fehlt auch die Kälte - es fehlen Eis und Schnee. Kurz gesagt, es ist zu warm für diese Jahreszeit. Und heute war es auch noch zu stürmisch.
Schneeglöckchen im Januar
Es ist so warm gewesen, dass die Schneeglöckchen schon eine ganze Weile blühen. So weit sind sie sonst meist erst im Februar. 
Stauden im Januar
 Aber nicht nur die Schneeglöckchen sprießen, auch die Narzissen, Traubenhyazinthen, Hyazinthen und Tulpen haben sich aus der Erde ins Licht gekämpft.
Frühblüher im Januar und vertrocknete Samenstände von Herbstanemone
 Noch habe ich nicht mit dem Rückschnitt der Stauden begonnen. So zeigt sich neben all dem Neuen auch Vergängliches wie zum Beispiel die Samenstände der Herbstanemonen.
Vogeltränke im Januar und Rabenattrappe als Schutz vor Greifvögeln
Trotz der gemäßigten Temperaturen sind die Vögel hungrig. Wir füttern sie großflächig mit Fettfutter, das auf den Boden gestreut wird und zusätzlich mit einer Menge Meisenknödel. Solche dekorativen Vogelfutterförmchen, die schon auf so manchem Blog gezeigt wurden, würden bei uns keinen Sinn ergeben. Die Arbeit würde sich nicht lohnen, denn die Vögel brauchen viel Futter. So dekorative Förmchen wären innerhalb eines Tages verputzt. Weil inzwischen aber auch ein Sperber das Vogelparadies in unserem Garten entdeckt hat, haben wir jetzt eine Kunststoffkrähe ins Beet gesetzt. Wir haben nämlich festgestellt, dass der Sperber nicht kommt, wenn die Krähen da sind.
Blick in den Garten im Januar
Laut 15-Tage-Vorschau beim Wetterbericht gibt es noch bis Ende Januar keine nennenswerten Minusgrade. Ich hoffe nur, dass nicht im Frühjahr wieder ein Frosteinbruch die Obsternte vernichtet. Das hatten wir ja bereits im vergangenen Jahr.

Sonntag, 14. Januar 2018

Adventskranz reloaded

Hyazinthen im Green-Gate-Becher mit Mooskranz
 Manchmal tut es einem leid, Dinge zu entsorgen, wenn ihre Zeit vorüber ist. So ging es mir in diesem Jahr mit meinem Adventskranz. Ihr erinnert euch? Er bestand aus zwei Teilen - einem unteren Kranz aus Tannengrün und einem oberen Mooskranz. Die Tannenzweige waren nach Weihnachten nicht mehr schön, doch den oberen Mooskranz konnte ich einfach noch nicht auseinandernehmen. Gerade jetzt nämlich wollte die Amaryllis neu austreiben.
Mooskranz mit Amaryllis und Zapfen
 So habe ich beschlossen, den Adventskranz neu zu beleben: ein Adventskranz reloaded sozusagen. Die Kerzen und Weihnachtskugeln habe ich natürlich entfernt.
Adventskranz aus Moos mit Amaryllis, die austreibt
 Und weil die Amaryllis sich so tapfer ohne Erde durch die gesamte Advents- und Weihnachtszeit gehalten hat, habe ich sie nun erlöst und die Zwiebel in einen Topf mit Erde gesetzt.
Hyazinthenzwiebel auf Mooskranz fixieren
 An ihrer Stelle habe ich eine Hyazinthe befestigt. Dazu wird einfach ein Zahnstocher aus Holz in die Zwiebel gesteckt. Damit kann die Zwiebel auf dem Kranz fixiert werden. Die Wurzeln habe ich zuvor etwas ausgewaschen.
Hyazinthenzwiebel auf Mooskranz befestigen
 Manch einem wird die Hyazinthe leid tun, weil ihre Wurzeln jetzt nicht mehr in die Erde gebettet sind und sie so kein Wasser aufnehmen kann. Das muss sie aber auch nicht. Sie hat in ihrer Zwiebel so viel Energie gespeichert, dass sie auch ohne Erde und Wasser aufgehen und blühen wird.
Mooskranz mit Zapfen, Zweigen und Hyazinthen
 Der Kranz ist noch ausbaufähig. Außer der Hyazinthe habe ich noch kleine flechtenbewachsene Zweige zwischen den Minizapfen dekoriert. Mal sehen, was ich noch beim Spaziergang finde. Ich könnte mir vorstellen, dass Federn dazu passen würden - aber auch Wachteleier und Traubenhyazinthen.
DIY Mooskranz mit Hyazinthe dekoriert
 Und wem die Hyazinthe jetzt noch immer leid tut, dem kann ich versichern, dass ich sie nach der Blüte im Garten in die Erde oder in einen Topf setzen werde. Dort kann sie sich dann bis zum nächsten Frühjahr erholen. So, wie die Hyazinthen im Topf auf dem Bild unten, die im vorigen Jahr in der Küche am Fenster baumelten.
Hyazinthe auf Mooskranz fixiert und im Blumentopf austreibend

Samstag, 30. Dezember 2017

Das war 2017

Eingefilzte Hyazinthen und Frost im Garten
 Der Jahresrückblick ist inzwischen zu einer schönen Tradition geworden. Ich stelle fest, dass es mir in diesem Jahr etwas schwerer fällt, mich zu erinnern. Vielleicht liegt es daran, dass ich in manchen Monaten nicht gerade oft gepostet habe. 
Der Januar 2017 ist mir jedoch noch in guter Erinnerung. Er begann ziemlich frostig und der Nebel der Neujahrsnacht (vielleicht war es auch der Feinstaub) fror an Blüten, Zweigen und Gräsern fest und wurde zu einem zauberhaften Wintergarten. Mitte des Monats gab es dann sogar ein wenig Schnee. Weil es so kalt war, habe ich die ersten Hyazinthen des Jahres mit Filzschnüren warm eingepackt und im Küchenfenster dekoriert.
Kranz aus Klettenlabkraut, Schneeglöckchen und gewachste Frühblüher
 Es blieb kalt - auch im Februar. So richtig doll schneite es bei uns nicht, aber immerhin so viel, dass die Schneeglöckchen kurzzeitig im Schnee blühten. Und während im Garten die mediterranen Kräuter erfroren, habe ich den Winter mit Samenständen und Zwiebeln ins Haus geholt, die ich mit einer Wachsschicht überzogen habe. Und für den Garten wurden ein paar neue Schneeglöckchen gekauft, die aber zuerst einen Kranz aus Klettenlabkraut schmücken durften.
Frühlingsdeko Kränze aus Moos und Filz
 Ende Februar wurde es endlich etwas wärmer und so konnte ich Mitte März dann auch wieder den Kompost im Garten verteilen. Ich habe noch zwei weitere Kränze gestaltet: einen aus Filz mit Frühlingsblühern und einen aus Moos mit Hauswurzen und Winterlingen. Auch die kamen nach der Blüte in den Garten.
Tulpenblüte und Hyazinthenblüte im Garten Osterdekoration
 Den Filzkranz habe ich gleich mehrfach umgestaltet. Zunächst mit Ostereiern und Glockenblumen. Mit Traubenhyazinthen habe ich nicht nur im März dekoriert. Im April gab es weitere Osterdekorationen - zum Beispiel mit gecrashten Eierschalen. Im Garten begann die Tulpenblüte und ich war etwas enttäuscht darüber, dass nur so wenige Tulpen blühen wollten. Auch meine Lieblingshyazinthen im dunklen Lila-Ton hatten sich auf Nimmerwiedersehen aus dem Beet verabschiedet. Ach ja, kalt war es auch im April. Den neuen Funkien und Geranium, die ich Ende des Monats auf dem Gartenmarkt gekauft habe, hat es aber zum Glück nicht geschadet.
Dünenrose Akelei Allium Sempervivumkranz und Chelsea Flowerschnitt
 Im Mai wurde es dann endlich wärmer. Ganz verlässlich verwandelten Akelei und Allium, Bartiris und Hasenglöckchen das Terrassenbeet in ein blaues Beet. Die Dünenrose war die erste der Wildrosen, die am Zaun so wunderbar blühte. Das Sempervivum breitete sich im Mooskranz aus und das Sedum im Terrassenbeet bekam die ersten fauligen Blätter. Das war der Grund, warum ich in diesem Mai zum ersten Mal beherzt zur Schere griff und den Chelsea-Flower-Schnitt ausprobierte.
Ramblerrose Stockrose Hortensie Pink Annabelle und Filztasche
 Im Juni blühten auch die anderen Wildrosen sowie der Rambler Pauls himalayan musk. Die Hortensie Pink Annabelle hatte zum ersten Mal seit drei Jahren richtig dicke Blüten und auch die Stockrosen gediehen prächtig. Ebenfalls prächtig entwickelte sich allerdings auch die Schneckenplage in unserem Garten, der viele Pflanzen zum Opfer fielen - allen voran die Dahlien und die Funkien. Im Juni habe ich auch endlich mal wieder zur Filzwolle gegriffen und eine kleine Tasche produziert.
Himbeerernte Stockrosen, Geranium und Tischdeko mit Ähren
 Im Juli kam der Sommer mit einigen heißen Tagen. Nachdem im Frühjahr so viele Obstblüten erfroren waren, war ich froh, dass unserer Himbeerhecke nichts passiert war. Ich konnte jede Menge Früchte ernten und Marmelade davon kochen. Ich freute mich über die Dauerblüher wie Geranium und Stockrosen in unserem Garten und Ende des Monats bastelte ich eine sommerliche Tischdeko aus Gerstenähren.
Garten im August und Zapfendekoration
Der August ist in unserem Garten eigentlich immer der langweiligste Monat. Da überwiegt die Farbe Grün. Dabei könnte es mit amerikanischen Prachtstauden ganz anders aussehen. Wie diese einen Garten im Spätsommer verzaubern, habe ich mir im August im Sichtungsgarten Hermannshof angesehen. Darüber wird es dann aber wohl erst im nächsten Jahr einen Blogbeitrag geben, denn gepostet habe ich darüber nicht. Wie so oft im August habe ich allerdings zum ersten Mal über Weihnachten nachgedacht, weil so unglaublich viele Kiefernzapfen vom Baum fielen. Die ersten Inpirationen, was man damit gestalten kann, habe ich daher auch schon gesammelt.
Blütentablett und Traumfänger aus Filz und Samentständen
 Im September erwachte meine Deko-Lust, die über den Sommer etwas abgeflaut war. Der orangefarbene Garten und die vielen Samen- und Fruchtstände inspirierten mich zu einer Art Traumfänger für unsere Haustür und einem Blütentablett, das ich verschenkt habe.
Gewachster Asparaguskranz Filzarmbänder
 Meine Filz-Lust ließ sich noch bis zum Oktober Zeit. Dann aber filzte ich gleich zwei Armbänder. Aus dem Grün der Spargelpflanzen wickelte ich einen Kranz und wachste ihn ein, um ihn besser haltbar zu machen.
Adventskranz aus Filz und Moos Adventsdeko für den Gartentisch
Der November ist immer einer meiner liebsten Deko-Monate. Und weil ich in diesem Jahr im November eine Woche Urlaub hatte, hatte ich richtig viel Zeit und Muße. So kam es, dass ich gleich zwei Adventskränze gestaltet habe und außdem den Garten weihnachtlich dekorieren konnte. Hier kam übrigens der Filzkranz vom Frühjahr zu neuen Ehren.
Schnee im Garten Weihnachtsdeko auf der Fensterbank
Der Dezember war seit langem mal wieder ein richtiger Wintermonat. Es gab Schnee am ersten und am zweiten Advent. An Weihnachten wurde es wieder wärmer, aber das ist ja eigentlich normal.

Über meine Reisen habe ich in diesem Jahr nichts gepostet. Hin und wieder zeige ich, wo ich war, wenn es dort schöne Gärten zu sehen gab. Ich habe 2017 wirklich tolle Reisen gemacht - ich war in Kanada und Australien. Ich habe Krakau, Prag und Zürich besucht - aber eben ohne einen interessanten Garten zu entdecken. Vielleicht gelingt mir das in 2018 wieder mehr. Mal schauen.

Ich bedanke mich jedenfalls ganz herzlich für das Interesse an meinem Blog und die vielen freundlichen Kommentare - das ist ja quasi das Salz in der Suppe eines jeden Bloggers. Und ich wünsche allen Lesern ein schönes, glückliches und vor allem gesundes neues Jahr 2018!

Freitag, 22. Dezember 2017

Weihnachtsschmuck für Türen

Fichtenkranz mit Hagebutten für die Türklinke
Die Weihnachtssonderausgabe des Magazins Landlust hat mich dazu inspiriert, in diesem Jahr auch mal die Türen weihnachtlich zu dekorieren - zumindest die Tür des Gartenhäuschens. So ein kleiner Kranz aus Fichtengrün und Hagebutten ist aus wenigen Zweigen und etwas goldenem Draht ganz schnell gewickelt.
Dekoration für die Türklinke Fichtenkranz mit Hagebutten
Aus einem Kiefernzapfen, einigen Ilexblättern und getrockneten Chilischoten kann man ebenfalls weihnachtliche Dekoration für die Türklinke basteln.
Türschmuck mit Zapfen und Ilex
 An der Haustür habe ich den herbstlichen Traumfänger natürlich längst weihnachtlich umdekoriert. Das Schöne dabei: Man muss gar nicht viel ändern. Ich habe lediglich die verblassten Hortensienblüten und die Samenstände der Karden durch Nadelgrün und einige Weihnachtskugeln ersetzt. Fertig war der Adventsschmuck für die Haustür.
Türschmuck Traumfänger mit Weihnachtskugeln, Zapfen und Filz

Weihnachtsschmuck für die Haustür

Weihnachtsdeko für die Haustür
Na gut, ich nehme euch doch noch mal schnell mit hinein und werfe einen Blick auf die Küchenfensterbank bei Tag.
Schneebeere in der Vase
 Schneebeeren und Hagebutten zaubern auch hier winterliche Stimmung - wenn wir an Weihnachten schon keinen Schnee haben werden.
Weihnachtsdeko für die Fensterbank
 Und wie in jedem Jahr hängen auch die Filzkugeln wieder im Fenster.
Fenster mit Filzkugeln und Weihnachtsdeko
So, jetzt muss ich aber los, die letzten Besorgungen machen und erledigen, was man halt so erledigen muss, zwei Tage vor Weihnachten. Ich wünsche allen Lesern ein wunderschönes Weihnachtsfest und eine besinnliche und geruhsame Zeit!

Freitag, 15. Dezember 2017

Geschenktipp Weihnachtsstrauß mit Amaryllis

Amaryllis, gewachste Clematis und Schleierkraut mit Lichterkette
 Wer zu Weihnachten gerne Blumen verschenkt, findet vielleicht Gefallen an einem Amaryllis-Strauß mit Lichterkette. Amaryllis sind ja typische Weihnachtsblumen. Ich habe für meinen winterweißen Strauß weiße Amaryllis gewählt.
DIY Strohrömer mit Holzspießen
 Das Grundgerüst für den Strauß bildet ein Strohrömer. Damit man ihn in den Strauß integrieren kann, muss man ihm mittels Holzspießen eine Art Stiel verpassen.
Strohrömer mit Engelshaar und Lichterkette
 Um dem Strohrömer den weihnachtlichen Pfiff zu geben, wird er mit goldenem und silbernem Engelshaar umwickelt. Ein Tipp: Im Schlussverkauf, wenn alle Weihnachtsartikel reduziert werden, kann man das Engelshaar ganz günstig erstehen. Die Lichterkette wird einfach um den Kranz herum geschlungen. Das Fach mit den Batterien habe ich an einer der Querverstrebungen mit Draht befestigt, sodass der Schalter gut greifbar ist. Man muss den Lichterkranz ja an- und ausschalten können.
DIY Blumenstrauß mit gewachster Clematis, Amaryllis und Schleierkraut
 Winterlich weiß sind ja auch die gewachsten Fruchtstände der Clematis, die ich Anfang des Jahres gemacht habe. So eingewachst sind die Clematisranken wunderbar haltbar geblieben. Außer Amaryllis und einigen Clematisranken habe ich auch noch einen Bund weißes Schleierkraut verarbeitet.
Detail Blumenstrauß mit Lichterkette, Schleierkraut, gewachsten Blüten
 Auch ein wenig Tannen- und Kieferngrün macht sich ganz gut - sowie eine winterweiß gewachste Karde.
Amaryllisstrauß mit Lichterkette und gewachsten Blüten
 Der winterweiße Amaryllisstrauß steht auf der Kommode im Wohnzimmer neben meinem Orchester aus Faltenrockengeln.
Adventsdeko mit Amaryllis, Filzkranz und Faltenrockengeln.

Faltenrockengel
 Die Engel habe ich Stück für Stück über Jahre hinweg von meinen Kindern zu Weihnachten bekommen - 17 Stück sind es inzwischen. Das ist übrigens auch eine schöne Geschenkídee - falls man keine Blumen verschenken möchte.
Orchester aus Faltenrockengeln
 Der Amaryllisstrauß wirkt mit seiner Lichterkette wie eine kleine Tischlampe, die das Engelorchester beleuchtet.
Adventsdeko mit Faltenrockengeln und Filzkranz
Mit diesen Bildern wünsche ich allen Lesern einen geruhsamen und schönen dritten Advent!