Donnerstag, 8. Dezember 2016

Advent im Elsass

 Schon lange wollte ich einmal die Adventszeit im Elsass erleben. Ich hatte so viel darüber gehört. Im vorigen Jahr war es soweit: Ich war auf den Weihnachtsmärkten in Straßburg und Hagenau. Dieses Jahr möchte ich nun diesen Reisetipp weitergeben, denn es ist ein absoluter Knaller für alle, die üppige Weihnachtsdekoration mögen. Man muss dabei nicht mal auf den Weihnachtsmarkt gehen. Ein Bummel durch die geschmückten Städte reicht völlig aus, um in Stimmung zu kommen. Man schlendert durch die Straßen und staunt. In Straßburg gibt es nämlich etliche Häuser, deren Fassaden so üppig dekoriert sind, wie die der Patisserie Christian (Bild oben).
 Chocolatier Christophe Meyer hat uns ganz exklusiv in seine Geheimnisse der Schokoladenherstellung eingeweiht. Wir durften von seinen köstlichen Trüffeln und süßen Weihnachtskreationen probieren.
 Auch als es noch nicht ganz dunkel war, war die Fassade der Patisserie ein kleines Gesamtkunstwerk.
 Jedes Haus in der historischen Altstadt von Straßburg ist einzigartig geschmückt. Da gibt es so viel zu sehen: Da sind ganze Winterlandschaften auf den Fensterbänken arrangiert. Zwischen Tannengrün und Glitzerkugeln baumeln Teddybären und Nikoläuse.
 In einer Gasse war ein ganzer Winterwald mit weißen Birkenstämmen und Schneekugeln dekoriert. Das ließ sich zwar nicht so gut fotografieren, war aber schon bei Tageslicht ein Höhepunkt des Adventsbummels.

 Noch stimmungsvoller wurde es dann am Abend. Allerdings war auch das nicht ganz einfach zu fotografieren.


Wem es in Straßburg zu voll ist, der sollte nach Hagenau fahren. Die kleine Stadt liegt rund 25 Kilometer von Straßburg entfernt und hat ebenfalls einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt zu bieten. 
 Ich finde ja, in Sachen Weihnachtsdeko kann es die Kleinstadt durchaus mit der Hauptstadt des Elsass' aufnehmen. Die Fassaden der Häuser rund um den Platz vor dem ehemaligen Gericht und der Touristinfo leuchten in Rot, Pink und Violett. Auch hier gibt es einen weißen Winterwald und eine begehbare Riesen-Lichterkugel. Die war wohl das Highlight im vorigen Jahr.
 Ich würde mir niemals einen farbig angesprühten Weihnachtsbaum als Deko aufstellen, aber hier auf dem Marktplatz ist so viel Kitsch schon fast wieder schön.

 Ansonsten ist es in Hagenau weitaus beschaulicher. Es gibt nette kleine Cafés, in denen man weihnachtliche Süßigkeiten genauso probieren kann wie herzhafte Flammkuchen oder Döner alsacien - eine spezielle Elsässer Kreation. 

Wer noch ein paar mehr Tipps haben möchte und zum Beispiel die Adresse der Patisserie wissen will oder eine Übernachtungsmöglichkeit, kann gerne noch meinen Artikel lesen, den ich über die Reise geschrieben habe (klick)
Ich dagegen schaue mir jetzt mal die Weihnachtsstadt Göteborg in Schweden an. Bis bald.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Süße Ideen für den Adventskalender aus Karamell

 Auch wenn meine Tipps für dieses Jahr etwas spät kommen, will ich doch noch ein paar Ideen für den Adventskalender zeigen. Selbstgemachter Karamell ist die Basis für die drei Naschereien. 

Tipp Nummer 1: Gebrannte Mandeln

Gebrannte Mandeln vom Weihnachtsmarkt gehören in die Adventszeit genauso wie ein heißer Glühwein. Das Beste ist, dass man die Mandeln ganz leicht selbst machen kann. Rezepte dazu findet man im Internet. Daher will ich nur so viel verraten: Man benötigt Zucker, den man in einer Pfanne mit etwas Wasser erhitzt, sowie Mandeln oder Nüsse. Für eine weihnachtliche Geschmacksnote habe ich noch etwas Zimt hinzugefügt. Die Mandeln werden in die heiße Zucker-Wasser-Zimt-Mischung gerührt, sobald diese sich gelöst hat. Nach einer Weile kristallisiert der Zucker, die Masse wird dick und bleibt an den Mandeln hängen. Dann ist es Zeit, die gebrannten Mandeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech zu geben, damit sie abkühlen können.
Tipp Nummer 2: Karamellherzen

Die Karamellherzen sind ebenso schnell gemacht. In einem Topf wird etwa 200 Gramm Zucker erhitzt, bis er schmilzt. Nach Belieben kann man auch hier Zimt einrühren. Ich habe ungefähr einen halben Teelöffel verwendet. Die flüssige Zuckermasse wird in eine Silikonherzform gegossen - fertig sind die Karamellherzen. Jetzt müssen sie nur noch abkühlen und dann kann man sie in einen Becher heiße Milch einrühren und genießen.


 Tipp Nummer 3: Paradiesäpfel

Ebenfalls vom Weihnachtsmarkt kennt man Paradiesäpfel - diese fruchtige Mischung aus frischem Apfel mit einem knackigen Karamellüberzug. Auch das ist in diesem Jahr eine selbstgemacht Überraschung im Adventskalender. Ich habe möglichst kleine und saure Äpfel verwendet. In diese wird jeweils ein Eisstiel gesteckt. Bei dem Karamell-Rezept, dass ich im Internet gefunden habe, wird der Zucker-Wasser-Mischung noch ein Schuss Essig beigefügt. Wer Original-Weihnachtsmarkt-Paradiesäpfel machen will, benötigt außerdem rote Lebensmittelfarbe, die jedoch hitzebeständig sein muss. Ich fürchte, die Farbe, die ich verwendet habe, war es nicht. Der Karamell ist nämlich nicht rot, sondern orange geworden. 
In einem kleinen Topf habe ich soviel Karamell gekocht, dass man die Äpfel eintauchen konnte. Zum Abkühlen stellt man sie am besten auf ein Backpapier, das mit Zucker bestreut wird. So kleben sie nicht fest.


Ich habe also in den vergangenen Tagen ziemlich in Karamell geschwelgt. Heute habe ich dann außerdem die ersten Plätzchen gebacken. So langsam brauche ich mal wieder etwas Herzhaftes.
Ich wünsche allen Lesern einen schönen zweiten Advent.

Dienstag, 29. November 2016

Adventskalender mit Washi-Tape-Kugeln

 Im vorigen Jahr habe ich einen Adventskalender aus Klopapierrollen gebastelt. Eigentlich hatte ich vorgehabt, diesen auch in diesem Jahr wieder zu verwenden. Aber da hat mir schon an Weihnachten der Hund einen Strich durch die Rechnung gemacht. Während wir so gemütlich beim Weihnachtsessen saßen, hat er das Tablett entdeckt, auf dem ich die leeren Klorollenpäckchen gesammelt habe - leider in Bodennähe, sodass er sich sehr gut vom Tablett bedienen konnte. Eine Rolle nach der anderen hat er sich geholt und genüsslich zerkaut. Immerhin hatte er seinen Spaß dabei. 
Ich aber musste mir in diesem Jahr etwas Neues einfallen lassen. Und das sieht so aus:
 Die runden Aufkleber aus Washi-Tape sind die Grundlage. Jeweils einen habe ich auf eine Butterbrottüte geklebt und mit einem schwarzen Stift zu einer Weihnachtsbaumkugel verziert.
 Für die 24 Nummern habe ich mir mal wieder im Internet eine schöne Vorlage zum Downloaden gesucht. Mit deren Hilfe habe ich jeweils eine weitere Kugel - mit Nummer - neben die Washi-Tape-Kugel gezeichnet. Die Internetvorlage hat mir dabei nur als Schablone gedient, die ich zum Teil leicht abgewandelt nachgezeichnet habe.
Wer eine schöne Schrift hat, kann natürlich auch selbst einfach Zahlen in die Kugeln schreiben. Nachdem die Tüten gefüllt wurden, habe ich sie mit Washi-Tape zugeklebt und mit Holzklammern an eine lange Filzschnur gehängt.
Die Holzklammern hatte ich noch vom Adventskalender 2014 übrig. Wer noch einmal wissen möchte, wie man aus Klopapierrollen einen hübschen Adventskalender bastelt, findet die Anleitung hier.

Samstag, 26. November 2016

Statt Kranz: ein Gesteck mit vier Kerzen

 Wie gut, dass wir eine Kiefer im Garten haben. Kiefernnadeln sind nämlich perfekt für die Adventsdeko geeignet. Man muss die Kiefernzweige auch gar nicht immer als Ganzes in die Vase stellen. Manchmal reicht es völlig aus, wenn man nur ein paar Nadeln verwendet. Das wirkt dann viel filigraner. Ich habe aus einer Handvoll Kiefernnadeln und dünnem Kupferdraht eine kleine Girlande für mein Adventsgesteck gewickelt.
Weil ich in diesem Jahr keine Idee für einen Kranz hatte, aber dennoch nicht auf vier Kerzen verzichten wollte, habe ich mein herbstliches Kastaniengesteck zum Adventsgesteck umgearbeitet.
 Als erstes habe ich aus dem goldenen Aludraht, den ich schon für meinen Kastanienkranz verwendet habe, Kerzenhalter für vier Kerzen gewickelt. Leider war der Aludraht etwas zu weich, und das Ganze somit zu instabil. Die Kerzen schwankten viel zu sehr hin und her. Daher habe ich im zweiten Anlauf aus stabilem Blumensteckdraht die Kerzenhalter um die Kerzen gewickelt. Diese passen auch viel besser zum Rest der Deko, der ebenfalls mit dem Steckdraht befestigt wurde.
 Die Flechtenzweige aus dem ursprünglichen Gesteck habe ich wieder verwendet. Allerdings habe ich die Drähte, mit denen sie befestigt sind, etwas gekürzt, sodass die Äste jetzt im unteren Bereich der Kerzen ein Geflecht bilden. Die Drähte mit den aufgesteckten Kastanien habe ich entfernt und stattdessen einige Fichtenzapfen angedrahtet und in die vorgebohrten Löcher im Baumstamm eingesteckt.
 Außerdem habe ich mithilfe von dünnem Wickeldraht eine solche Zapfenkette gestaltet, wie ich sie im Sommer schon einmal für mein Gartenhäuschen gemacht habe. Nur, dass ich dieses Mal möglichst kleine und verschiedene Zapfen aufgewickelt habe. Diese Zapfenkette wird dann einfach über die Flechtenzweige gelegt.
 Weil mir noch ein wenig adventliches Grün fehlte, habe ich einen Zweig von der Kiefer abgeschnitten. Der war jedoch viel zu üppig für das zarte Gesteck. Wenn ich ihn angedrahtet hätte, hätte man vor lauter Zweig die Zapfen nicht mehr gesehen. Also musste eine andere Idee her. Und die geht so: Jeweils 5 bis 6 Kiefernnadeln werden mit sehr dünnem Kupferdraht am unteren Ende zu einem Büschel zusammengewickelt. Im Abstand von etwa einer Handbreit wird das nächste Büschel Nadeln angedrahtet. Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis eine hübsche Girlande entstanden ist.
 Diese kann man nun locker über das Gesteck mit den Zapfen und Flechtenzweigen drappieren.
 Das wirkt luftig und leicht.
 Ein Problem gibt es noch immer. Durch das viele Heraustragen auf die Terrasse, um dort zu fotografieren, ist das Ganze irgendwie instabil geworden. Am Anfang hat der Baumstamm perfekt gerade gestanden. Jetzt kippt er sehr leicht. Um zu verhindern, dass er umkippt, habe ich an beiden Seiten des Stamms ein paar kleine Ästchen als Stütze untergelegt. Vermutlich wäre es noch optimaler, wenn man keinen ganzen runden Stamm verwendet, sondern diesen längs halbiert. So hätte man eine gerade Auflagefläche. Das mache ich dann beim nächsten Mal.
Für dieses Mal muss es so gehen. Und jetzt dekoriere ich den Rest der Wohnung.

Samstag, 19. November 2016

In diesem Jahr mal keinen Kranz?

Ja, es wird so langsam weihnachtlich. Nächsten Sonntag ist bereits der erste Advent, aber in diesem Jahr habe ich so gar keine Idee für einen Adventskranz. Daher habe ich versucht, mich mit einem Adventsgesteck in Stimmung zu bringen. Vielleicht ist das der Adventskranz 2016.
 Grundlage für das Gesteck sind eine leere Konservendose und eine Menge Fichtenzapfen. Denn wie gesagt: In diesem Jahr hat es bei uns Fichtenzapfen "geregnet" und da lag es ja nahe, dass ich in diesem Jahr mal was mit Fichten mache.
 Die Idee zu diesem Gesteck stammt mal wieder aus dem Buch Naturwerkstatt, für das ich gar nicht genug Werbung machen kann. Für eine große Konservendose benötigt man etwa 12 bis 13 Fichtenzapfen. Diese werden zunächst zu einer Kette angedrahtet.
Man benötigt ein langes Stück Wickeldraht, das man doppelt fasst und in dessen oberes Ende eine Schlaufe gezwirbelt wird. Nun kann man den Draht so zwischen die Schuppen eines Zapfen schieben, dass man den Draht nicht mehr sieht. Damit der Zapfen fest sitzt, wird der Draht wiederum miteinander verzwirbelt, bevor der nächste Zapfen angelegt wird. Wieder kommt der Draht zwischen die Schuppen und wird hinter dem zweiten Zapfen verzwirbelt. So legt man Zapfen an Zapfen. Zur besseren Stabilisation werden die Zapfen auch am unteren Ende mit einem Draht miteinander verbunden.
 Wenn die Zapfenkette fertig ist, kann man sie um die Konservendose legen und das Ende der Drähte jeweils durch die Schlingen am Anfang ziehen. Festziehen und verknoten. In die Dose kommt ein passendes Stück Oasis-Moos, das man zuvor gut gewässert hat.
 Als nächstes sucht man sich etwas Grünzeug im Garten. Ich habe Scheinzypresse, Mahonienblätter, Salbei und Olivenkraut gewählt. Außerdem habe ich eine Efeuranke mit Drahtkrampen in der Oasis-Moos-Unterlage befestigt. Die grünen Zweige steckt man ebenfalls ins Moosy.
 Als erstes kommt jedoch eine dicke Kerze in die Mitte. Zur Befestigung wird auch sie angedrahtet und in den Moosblock gesteckt. Wer noch einmal wissen will, wie man Kerzen andrahtet, schaut am besten hier nach. Wenn man rundherum das Grünzeug verteilt hat, kann man noch mit Weihnachtskugeln und anderem Dekokram verzieren.
 Damit die weißen Holzsterne zur restlichen Deko in Rot passen, habe ich sie mit einem roten Glitzerfaden umwickelt, der auf der Rückseite verknotet wird.
Das ist also mal wieder ein Produkt aus meiner Reihe Low-Budget, denn außer einer Kerze musste ich für dieses Adventsgesteck nichts kaufen. Die Zapfen gabs umsonst im Garten und sogar das Moos, mit dem ich die Dose umwickelt habe, stammt aus dem Garten.
Und, wie weit seid ihr mit der Adventsdekoration? Habt ihr schon angefangen, oder wartet ihr noch das nächste Wochenende ab?